Donnerstag | 15. März 2012 | 20:00 Uhr

Youn Sun Nah & Ulf Wakenius

Youn Sun Nah wuchs als Tochter eines Dirigenten und einer klassischen Sängerin auf. Mit 23 debütierte sie bei einem Konzert mit dem Koreanischen Sinfonieorchester. Daran schlossen sich auf nationaler Ebene zahlreiche Auftritte in koreanischen Musicals an, für die sie mehrere Auszeich-nungen erhielt. Unter anderem wirkte sie in der koreanischen Fassung des Musicals „Linie 1“ mit.
Im April 2011 erhielt sie dann eine Einladung ins Berliner Grips-Theater.  -  Obwohl Youn Sun Nahs Wurzeln im Musical-Fach liegen, wurden ihr die Grenzen dieser sehr schnelllebigen, kommerziellen Szene bald zu eng. So entschloss sie sich 1995, nach Paris zu gehen, um dort an der CIM (l'école de jazz et de musiques actuelles), einer der ältesten Jazzschulen Europas, Jazz und französisches Chanson zu studieren. Darüber hinaus besuchte sie das Staatliche Musikinstitut in Beauvais sowie das Boulanger-Konservatorium.
Als Sängerin eines Quintetts traf sie in den Pariser Clubs mit den Musikern der dortigen Jazzszene
zusammen und ihr Name wurde in Frankreich bald durch Festivalauftritte sehr bekannt. Daneben trat sie regelmäßig auch in Südkorea auf.
In den Jahren 2001 bis 2007 spielte Youn Sun Nah fünf Alben ein und tourte durch Frankreich, Europa und ganz Asien einschließlich ihrer südkoreanischen Heimat.
2007 erschien ihr Album „Memory Lane“, koproduziert von dem dänischen Pianisten Niels Lan Doky und dem südkoreanischen Bassisten Kim Jeong Ryul. Von Wynton Marsalis erhielt sie eine Einladung zur Konzertreihe „Jazz at Lincoln Center“ in New York.
2009 wurde die Sängerin exklusiv bei ACT unter Vertrag genommen. Mit den schwedischen Musikern Ulf Wakenius und Lars Danielsson spielte sie 2009 ihr ACT-Debüt „Voyage“ ein. Das Nachfolgealbum „Same Girl“ erschien im Herbst 2010.
Nach zahlreichen „Best-Artist-Awards“ in Südkorea, Frankreich, Spanien und Deutschland und zahlreichen Auszeichnungen in der internationalen Fachpresse stellt eine der wohl bedeutend-sten Ehrungen, der ECHO 2011 in der Kategorie „beste internationale Sängerin“, aktuell den Höhepunkt ihres unglaublichen Aufstiegs dar.

Ulf Wakenius begeisterte sich anfangs für Blues- und Rockgitarristen. Seinen Übergang zum Jazz schreibt er in einem Interview dem Hören von John McLaughlin in dessen Mahavishnu Orchestra zu. In den 1980er Jahren spielte er mit Peter Almqvist in Guitars Unlimited und vertrat mit ihm 1985 Schweden beim „Melody Grand Prix“. Aus einem Aufenthalt in Rio de Janeiro entstand 1987 das Album „Let’s Vamos“ (Sonet) mit dem brasilianischen Akkordeonspieler Sivuca. Um diese Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit dem dänischen Bassisten Niels-Henning Ørsted Pedersen, mit dem er mehrere Platten bei Verve veröffentlichte, z.B. „This is all I ask“ (1998) und „Those who were“ (1996).
Anfang der 1990er Jahre nahm er auch mit seiner eigenen Ulf Wakenius Group auf, in der u.a. Randy Brecker und Jack DeJohnette mitwirkten.  -  Im Laufe der Zeit arbeitet Wakenius mit Musikern wie z.B. Steve Coleman, Gary Thomas, Herbie Hancock, Roy Hargrove, Milt Jackson, Art Farmer, Joe Henderson, Toots Thielemans und Dennis Chambers. Auf der Jazz Baltica 2003 trat er mit dem US-Gitarrenstar Pat Metheny auf und ab 1997 war er Mitglied des Oscar Petersen Quartetts         ( „Summernight in Munich“, Telarc, 1999; „Trail of Dreams“, Telarc 2000 mit Michel Legrand).       
Mit dem Trio von Ray Brown nahm er „Summertime“ (1998), „Seven steps to heaven“ (1999) und „Some of my best friends are guitar-players“ auf (Telarc, 2001: Ulf Wakenius, Herb Ellis, John Pizzarelli, Russell Malone, Kenny Burrell u.a.) und ist auf dem Duke Ellington Tribute-Album „Duke Ellington Swings,“ Telarc 1999, mit Brown’s Trio zu hören.  -  2005 erhielt er den Django d`Or in Schweden.  -  Beim Konzert dieses Duos darf sich das Publikum auf einen wunderbaren musika-ischen Abend freuen, der ihm eine Sängerin und ihre grandiose Stimme präsentiert, die nicht nur in der Fachwelt großes Staunen und emphatische Bewunderung hervorruft. C/o www.actmusic.com
Eintritt:  21 EUR (incl. Vvk-Gebühr)
Studis:  15 EUR (incl. Vvk-Gebühr)
Vvk:  Alle Vvk-Stellen von Ticket-Regional oder unter www.ticket-regional.de